Cordyceps sinensis: der Raupenpilz aus dem Hochland
Cordyceps sinensis ist ein Schlauchpilz aus dem Himalaya und vom Tibetischen Plateau. Seit Jahrhunderten wird er in der traditionellen chinesischen Kultur geschätzt. Diese Website erklärt sachlich, was den Raupenpilz ausmacht, woher er stammt und in welchen Formen er heute erhältlich ist.
Was ist Cordyceps sinensis?
Cordyceps sinensis, wissenschaftlich auch Ophiocordyceps sinensis genannt, ist ein Schlauchpilz, der im Hochgebirge Zentralasiens vorkommt. Er gehört zu den sogenannten entomopathogenen Pilzen, die sich in einem Insekt entwickeln. Aus der befallenen Raupe wächst schließlich ein schlanker, keulenförmiger, brauner Fruchtkörper.
| Wissenschaftlicher Name | Ophiocordyceps sinensis (früher Cordyceps sinensis) |
|---|---|
| Deutsche Namen | Chinesischer Raupenpilz, Tibetischer Raupenpilz |
| Weitere Namen | Dong Chong Xia Cao (chinesisch), Yartsa Gunbu (tibetisch) |
| Wirt | Larven von Wurzelbohrer-Faltern (Hepialidae) im Boden |
| Vorkommen | Tibetisches Plateau und Himalaya, etwa 3.000 bis 5.000 m |
| Nicht zu verwechseln mit | Cordyceps militaris (Puppen-Kernkeule) |
Aufgrund seiner Seltenheit und seiner langen Tradition zählt Cordyceps zu den bekanntesten Pilzen der traditionellen chinesischen Kultur. Die Gattung Cordyceps umfasst zahlreiche Arten. Der Raupenpilz aus dem Hochland wurde von der Wissenschaft inzwischen der Gattung Ophiocordyceps zugeordnet, im Alltag ist der ältere Name Cordyceps sinensis jedoch weiterhin üblich. Den Unterschied zur Puppen-Kernkeule erklärt der Beitrag sinensis und militaris im Vergleich, den verwandten Pilz aus der Serie The Last of Us der Beitrag Zombie-Pilz und Ameisen.
Herkunft und Lebenszyklus
Sein natürliches Zuhause findet Cordyceps sinensis in Höhen von rund 3.000 bis über 5.000 Metern, vor allem auf dem Tibetischen Plateau und im Himalaya. Dort besiedelt der Pilz die im Boden überwinternden Raupen bestimmter Nachtfalter. Im Frühjahr wächst aus der Raupe der Fruchtkörper an die Oberfläche. Dieser Zyklus gab dem Pilz seinen chinesischen Namen Dong Chong Xia Cao, sinngemäß Winterwurm, Sommergras.
Wild gesammelter Cordyceps ist ausgesprochen selten und entsprechend kostbar. Ein großer Teil des heute erhältlichen Cordyceps stammt daher aus kontrollierter Kultivierung. Dabei wird das Myzel, also das Pilzgeflecht, unter kontrollierten Bedingungen vermehrt, ohne dass Raupen im Hochland gesammelt werden müssen.
Tradition und Kulturgeschichte
In der traditionellen chinesischen Kultur wird Cordyceps sinensis seit vielen Jahrhunderten geschätzt und gehörte lange zu den seltensten und wertvollsten Naturprodukten der Region. Einer verbreiteten Überlieferung nach fiel Hirten im Hochland das ungewöhnliche Zusammenspiel von Insekt und Pilz zuerst auf.
Bis heute ist Cordyceps ein fester Bestandteil der kulturellen und kulinarischen Tradition Ost- und Zentralasiens. Diese Einordnung ist rein kulturhistorisch zu verstehen.
Formen: Pulver und Kapseln
Cordyceps sinensis ist heute vor allem in zwei praktischen Formen erhältlich. Das Pulver wird in Wasser aufgelöst. Die Kapseln sind vordosiert und brauchen keine Zubereitung. Für beide Formen gilt die Verzehrempfehlung auf der Packung.
Welche Form die passende ist, hängt vor allem von den persönlichen Vorlieben und vom Alltag ab. Beide enthalten laut Herstellerangabe Cordyceps sinensis. Weiter unten stellen wir die beiden DXN Produkte als Beispiel vor.
DXN Cordyceps: Pulver und Kapseln
Als Beispiel stellen wir die Cordyceps Produkte von DXN vor, einem Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln. Beide Produkte finden Sie im DXN-Produktkatalog.
DXN Cordyceps Pulver
Cordyceps sinensis als Pulver zum Auflösen in Wasser. 30 g mit Dosierlöffel (2,6 g).
Aktuelle Produktangaben finden Sie im DXN-Produktkatalog.
DXN Cordyceps Kapseln
Cordyceps sinensis in Kapselform. 60 Kapseln à 450 mg.
Aktuelle Produktangaben finden Sie im DXN-Produktkatalog.